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7 Fehler, die Unternehmenswebsites Kunden kosten

Die meisten Websites scheitern nicht an einem großen Problem, sondern an vielen kleinen Hürden. Jede einzelne wirkt harmlos. Zusammen sorgen sie dafür, dass Interessenten zur Konkurrenz weiterklicken, ohne dass Sie es je erfahren. Hier sind sieben typische Fehler – und was Sie dagegen tun können.

Von Alessio Cicatello, Gründer von CALE

1. Es ist nicht sofort klar, was Sie anbieten

„Willkommen“, „Qualität seit Jahren“ oder „Ihr Partner für alle Fälle“ – solche Überschriften sagen nichts. Wer über eine Suche oder Anzeige auf Ihre Seite kommt, entscheidet in wenigen Sekunden, ob er richtig ist.

So beheben Sie es: Formulieren Sie oben auf der Startseite in einem Satz, was Sie tun, für wen und wo. Zum Beispiel: „Badsanierung aus einer Hand für Eigentümer in Esslingen und Umgebung.“ Konkretheit schlägt Kreativität.

2. Der Kontakt ist versteckt oder umständlich

Die Telefonnummer nur im Fußbereich, ein Formular mit fünfzehn Pflichtfeldern, eine E-Mail-Adresse als Bild, das man nicht kopieren kann: Jede dieser Hürden kostet Anfragen – besonders auf dem Smartphone.

So beheben Sie es: Machen Sie den wichtigsten Kontaktweg auf jeder Seite sichtbar. Telefonnummern sollten antippbar sein, Formulare nur abfragen, was Sie für eine erste Antwort wirklich brauchen. Und sagen Sie, wann sich jemand meldet – das nimmt die Unsicherheit.

3. Auf dem Smartphone ist die Seite kaum bedienbar

Viele Besucher sehen Ihre Website zuerst auf dem Handy. Winzige Schrift, Knöpfe, die zu klein für den Daumen sind, Menüs, die sich nicht schließen lassen, oder Inhalte, die seitlich aus dem Bild laufen, wirken unprofessionell – auch wenn die Desktop-Version tadellos ist.

So beheben Sie es: Prüfen Sie Ihre Seite regelmäßig selbst auf dem Smartphone, am besten auf mehreren Geräten. Bei neuen Projekten gilt: zuerst für kleine Bildschirme entwerfen, dann für große erweitern.

4. Die Seite lädt zu langsam

Unterwegs, im Mobilfunknetz, ist Geduld knapp. Häufige Ursachen für langsame Seiten sind riesige Bilder, zu viele eingebundene Skripte und Schriften von fremden Servern sowie überladene Baukasten-Systeme.

So beheben Sie es: Bilder in modernen Formaten und passenden Größen ausliefern, auf unnötige Erweiterungen verzichten, Schriften selbst hosten. Achten Sie außerdem darauf, dass sich die Seite beim Laden nicht verschiebt – springende Inhalte wirken unruhig und führen zu Fehlklicks. Kostenlose Werkzeuge wie PageSpeed Insights zeigen Ihnen, wo es hakt.

5. Die Inhalte sind veraltet

Ein „Aktuelles“-Bereich, dessen letzter Eintrag Jahre zurückliegt, Öffnungszeiten von früher, Leistungen, die Sie gar nicht mehr anbieten: Veraltete Inhalte lassen Besucher zweifeln, ob es Ihr Unternehmen überhaupt noch gibt.

So beheben Sie es: Lieber weniger, dafür aktuelle Inhalte. Entfernen Sie Bereiche, die Sie nicht pflegen können, und planen Sie feste Termine, zu denen Sie die Website durchsehen – oder vereinbaren Sie eine Betreuung, die das übernimmt.

6. Es fehlen Gründe, Ihnen zu vertrauen

Interessenten wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Ohne echte Fotos, ohne Namen, ohne nachvollziehbare Beispiele Ihrer Arbeit und ohne Hinweise zu Ablauf oder Preisrahmen bleibt Ihr Unternehmen anonym.

So beheben Sie es: Zeigen Sie die Menschen hinter dem Unternehmen, echte Projekte und wie die Zusammenarbeit abläuft. Geben Sie Preisrahmen an, wo es möglich ist. Und verzichten Sie auf erfundene Bewertungen oder geschönte Zahlen – sie fallen früher oder später auf und beschädigen genau das Vertrauen, das sie schaffen sollen.

7. Anzeigen führen auf eine unpassende Seite

Wer für eine Anzeige zum Thema „Terrassenüberdachung“ bezahlt und Besucher dann auf die allgemeine Startseite schickt, verschenkt Geld. Der Besucher muss das gesuchte Angebot erst finden – und tut es oft nicht.

So beheben Sie es: Lassen Sie Anzeigen auf eine Seite führen, die genau das Versprechen der Anzeige aufgreift und einen klaren nächsten Schritt anbietet – etwa eine eigene Landingpage. Messen Sie, welche Anzeigen tatsächlich zu Anfragen führen; mit Einwilligung der Besucher ist das über Conversion-Tracking möglich.

So prüfen Sie Ihre Website in einer halben Stunde

Für eine erste Bestandsaufnahme brauchen Sie keine Agentur. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit und gehen Sie diese Schritte durch:

  1. Smartphone-Test: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy, idealerweise im Mobilfunknetz statt im WLAN. Navigieren Sie zu Ihren wichtigsten Leistungen und zum Kontakt.
  2. Fremder Blick: Bitten Sie jemanden, der Ihr Unternehmen nicht kennt, die Startseite kurz anzusehen und in eigenen Worten zu beschreiben, was Sie anbieten.
  3. Formular-Test: Senden Sie über Ihr eigenes Kontaktformular eine Testanfrage. Kommt sie wirklich an – und wie schnell? Ein Formular, das eine Erfolgsmeldung zeigt, aber nichts zustellt, ist einer der teuersten unsichtbaren Fehler.
  4. Ladezeit: Prüfen Sie die Startseite mit einem kostenlosen Werkzeug wie PageSpeed Insights und notieren Sie die größten Bremsen.
  5. Pflichtangaben und Links: Sind Impressum und Datenschutzerklärung vollständig und erreichbar? Führen alle Links und Schaltflächen dorthin, wo sie hinführen sollen?

Schreiben Sie alles auf, was Ihnen auffällt – auch Kleinigkeiten. Aus dieser Liste ergibt sich fast von selbst, was zuerst zu tun ist.

Wo Sie anfangen sollten

Nicht alles muss sofort perfekt sein. Wenn Sie priorisieren wollen, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Klarheit: eine Überschrift, die sagt, was Sie tun.
  2. Erreichbarkeit: sichtbare, einfache Kontaktwege.
  3. Mobile Bedienbarkeit: alles funktioniert auf dem Smartphone.
  4. Tempo: schnelle Ladezeiten.
  5. Vertrauen und Aktualität: echte Inhalte, gepflegt.

Wenn mehrere dieser Punkte gleichzeitig zutreffen, ist eine Überarbeitung oft aufwendiger als ein Neuanfang. Ob sich das bei Ihnen lohnt, klärt unser Beitrag Website-Relaunch: Wann lohnt er sich?.

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