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Woran erkennt man gutes Webdesign?
Gutes Webdesign ist nicht das, was am meisten auffällt, sondern das, was am besten funktioniert. Die gute Nachricht: Sie brauchen kein Fachwissen, um den Unterschied zu erkennen. Diese acht Merkmale können Sie an jeder Website selbst prüfen – auch an Ihrer eigenen.
Von Alessio Cicatello, Gründer von CALE
Gutes Design ist eine Frage der Wirkung, nicht des Geschmacks
Über Farben und Schriften lässt sich lange streiten. Über Wirkung kaum. Eine Website hat eine Aufgabe: Sie soll Besuchern schnell zeigen, was Sie anbieten, Vertrauen aufbauen und den nächsten Schritt leicht machen. Gutes Webdesign ordnet alles dieser Aufgabe unter – die Gestaltung, die Texte, die Technik.
Das heißt nicht, dass Ästhetik egal wäre. Ein hochwertiger, stimmiger Auftritt ist oft der erste Beleg dafür, dass ein Unternehmen sorgfältig arbeitet. Aber Schönheit allein reicht nicht – mehr dazu in unserem Beitrag Warum eine schöne Website allein nicht verkauft.
Acht Merkmale, die Sie selbst prüfen können
1. Sie verstehen in wenigen Sekunden, worum es geht
Zeigen Sie die Startseite jemandem, der Ihr Unternehmen nicht kennt, für fünf Sekunden. Kann die Person danach sagen, was Sie anbieten, für wen und wo? Wenn nicht, liegt das selten am Besucher. Eine klare Überschrift sagt, was Sie tun – nicht „Willkommen auf unserer Website“.
2. Die Seite hat eine klare Rangordnung
Auf einer gut gestalteten Seite ist sofort sichtbar, was am wichtigsten ist. Überschriften, Abstände und Größen führen den Blick. Jeder Abschnitt hat eine Hauptaussage. Wenn alles gleich laut ist, hört man nichts.
3. Der nächste Schritt ist immer sichtbar
Ob Anfrage, Anruf oder Terminbuchung: Besucher sollten nie suchen müssen, wie es weitergeht. Gute Websites wiederholen die wichtigste Handlungsaufforderung an sinnvollen Stellen und halten sie auf dem Handy erreichbar, ohne aufdringlich zu sein.
4. Texte lassen sich mühelos lesen
Ausreichende Schriftgröße, angenehme Zeilenlänge, genug Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, kurze Absätze und Zwischenüberschriften: Lesbarkeit ist das Fundament jeder Website. Hellgraue Schrift auf weißem Grund mag elegant aussehen – lesen will sie kaum jemand.
5. Auf dem Smartphone funktioniert alles
Eine mobile Website ist keine verkleinerte Desktop-Seite. Prüfen Sie: Lassen sich Menü und Knöpfe bequem mit dem Daumen bedienen? Ist die Telefonnummer antippbar? Lässt sich das Formular ausfüllen, ohne zu zoomen? Läuft nichts seitlich aus dem Bild?
6. Die Seite lädt schnell und springt nicht
Wenn sich Inhalte beim Laden verschieben und Sie dadurch auf den falschen Link tippen, ist das ein technischer Mangel – kein Schönheitsfehler. Gute Websites laden zügig, auch im Mobilfunknetz, und bauen sich ruhig auf.
7. Bilder zeigen das echte Unternehmen
Austauschbare Stockfotos mit lächelnden Menschen am Laptop erzählen nichts über Sie. Echte Fotos Ihrer Räume, Ihres Teams und Ihrer Arbeit schaffen Vertrauen – auch wenn sie nicht perfekt sind. Wo noch keine eigenen Bilder vorhanden sind, sollten zumindest ruhige, passende Motive gewählt werden.
8. Vertrauen entsteht durch Details
Ein vollständiges Impressum, gut erreichbare Kontaktdaten, funktionierende Links, keine Tippfehler, aktuelle Inhalte, nachvollziehbare Preise oder zumindest Preisrahmen: Solche Details wirken unscheinbar, entscheiden aber mit darüber, ob jemand Ihnen schreibt.
Ein Selbsttest in fünf Minuten
Nehmen Sie Ihr Smartphone, öffnen Sie Ihre Website und beantworten Sie ehrlich diese Fragen:
- Steht oben in einem Satz, was Sie anbieten und für wen?
- Finden Sie ohne Scrollen einen Weg, Kontakt aufzunehmen?
- Können Sie alle Texte lesen, ohne zu zoomen?
- Lädt die Seite zügig und ohne dass Inhalte springen?
- Würden Sie diesem Unternehmen schreiben, wenn Sie es nicht kennen würden?
Jedes „Nein“ ist ein konkreter Ansatzpunkt. Häufige Ursachen und Lösungen beschreiben wir in 7 Fehler, die Unternehmenswebsites Kunden kosten.
Was gutes Webdesign nicht ist
- Kein Effekt um des Effekts willen. Animationen sind gut, wenn sie führen oder etwas erklären – nicht, wenn sie Inhalte verstecken oder das Laden verlangsamen.
- Kein „mehr ist mehr“. Jeder zusätzliche Abschnitt, jedes zusätzliche Element konkurriert um Aufmerksamkeit.
- Keine Vorlage mit Ihrem Logo. Ein Template kann ein Anfang sein. Ein Auftritt, der Ihr Unternehmen unverwechselbar zeigt, ist es selten.
- Nicht fertig mit dem Launch. Gute Websites werden gepflegt, weil sich Unternehmen verändern.
Woran Sie ein gutes Angebot für Webdesign erkennen
Ob eine Website gut wird, entscheidet sich oft schon vor dem ersten Entwurf – in der Art, wie ein Projekt geplant wird. Diese Fragen helfen Ihnen, Angebote zu vergleichen, die auf den ersten Blick ähnlich aussehen:
- Sehen Sie einen Entwurf, bevor entwickelt wird? Änderungen am Entwurf sind einfach, Änderungen an einer fertig programmierten Seite aufwendig.
- Wird die Seite für Smartphones eigens gestaltet – oder nur nachträglich „angepasst“?
- Wer kümmert sich um die Texte? Gute Gestaltung braucht gute Inhalte. Klären Sie, wer schreibt, wer überarbeitet und bis wann.
- Wie werden Ladezeit und Darstellung geprüft? Fragen Sie, auf welchen Geräten und Browsern getestet wird.
- Können Sie später selbst Inhalte ändern, oder wer übernimmt das – und zu welchen Bedingungen?
- Wem gehören Domain, Zugänge und Inhalte? Idealerweise Ihnen, damit Sie nie von einer einzelnen Person abhängig sind.
Ein seriöses Angebot beschreibt diese Punkte schriftlich und verständlich. Wenn Antworten ausweichend bleiben, fragen Sie nach – das sagt oft mehr über die spätere Zusammenarbeit als jedes Referenzbild.
Wie wir arbeiten
Bei uns sehen Sie den Gestaltungsentwurf, bevor entwickelt wird, und wir prüfen jede Seite auf Smartphone, Tablet und Desktop. Wie das abläuft, steht auf der Seite Ablauf. Wie unterschiedlich gutes Webdesign je nach Anspruch aussehen kann, zeigen die drei Beispiel-Websites auf unserer Preisseite.